Treffen des Kreiselternausschusses Cochem‑Zell mit MdL Benedikt Oster: Fokus auf ÖPNV‑Problematik und stärkere Zusammenarbeit

Cochem-Zell, 16. Januar 2026 – Der Kreiselternausschuss (KEA) Cochem‑Zell und der Landtagsabgeordnete Benedikt Oster kamen am Freitag zu einem ersten offiziellen Austausch zusammen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die weiterhin angespannte Situation bei der Beförderung von Kita‑Kindern im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) – ein Thema, das Eltern, Einrichtungen und Träger im Landkreis seit Monaten beschäftigt.

Bereits zu Beginn des Treffens wurde deutlich, dass der KEA die Herausforderungen im Alltag vieler Familien klar benennen kann: überfüllte Busse, unzuverlässige Verbindungen und fehlende kindgerechte Transportbedingungen erschweren den sicheren Weg zur Kita. Der Ausschuss machte deutlich, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht, um die Mobilität der jüngsten Fahrgäste verlässlich und sicher zu gestalten.

Um die Rolle des KEA als konstruktiven Partner und fachkundigen Ratgeber weiter zu stärken, wurde die Idee eines runden Tisches entwickelt. Dieses Gremium soll Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Verkehrsunternehmen, Kitas und Elternschaft zusammenbringen. Ziel ist es, Probleme gemeinsam zu analysieren, Lösungen zu entwickeln und langfristige Verbesserungen im ÖPNV für Kita‑Kinder zu erreichen.

MdL Benedikt Oster begrüßte das Engagement des KEA ausdrücklich. Er betonte, wie wichtig es sei, dass Elternvertretungen ihre Perspektiven aktiv einbringen und damit zur Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildungs- und Betreuungslandschaft beitragen. Oster sicherte zu, den Prozess zu unterstützen und die Anliegen des KEA in die politischen Gremien mitzunehmen.

Mit dem Treffen wurde ein erster Schritt in Richtung einer engeren Zusammenarbeit zwischen Elternvertretung und Landespolitik gemacht. Der KEA Cochem‑Zell sieht darin eine Chance, die Bedürfnisse von Kitas, Kindern und Eltern stärker sichtbar zu machen und gemeinsam nachhaltige Verbesserungen im Landkreis anzustoßen.

Delegierte wählen den neuen Vorstand des Kreiselternausschusses Cochem-Zell

Am 11.12.2025 fand die Vollversammlung des Kreiselternausschusses (KEA) mit der Wahl des Vorstandes im Jugendamtsbezirk Cochem-Zell statt. Alle zwei Jahre wird die Vollver-sammlung durch den örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt) einberufen.

Die Vollversammlung ist das höchste beschlussfassende Gremium der Elternmitwirkung im Bereich Kindertagesstätten und besteht aus je zwei Delegierten der Elternvertretungen aller in den Bedarfsplan des Kreisjugendamtes Cochem-Zell aufgenommenen Kindertagesstätten. Die Delegierten/Ersatzdelegierten werden in den konstituierenden Sitzungen der Elternausschüsse der einzelnen Kindertagesstätten gewählt.

Nach der Begrüßung durch das Kreisjugendamt stellte die Vorsitzende Carina Winkel-Lanser den Tätigkeitsbericht des scheidenden Vorstandes vor und informierte die Delegierten über die Aufgaben des Kreiselternausschusses.

Anschließend wurden die rechtlichen Grundlagen und die Regeln für das Wahlverfahren durch das Kreisjugendamt erläutert und unter dessen Leitung die Wahl des neuen Vorstandes durchgeführt. Die Delegierten beschlossen, dass dem Vorstand acht Mitglieder angehören. Diese wurden einstimmig gewählt. Hinterher erfolgte die konstituierende Sitzung des Vorstandes. Dieser setzt sich nunmehr wie folgt zusammen

•           Carina Winkel-Lanser, Vorsitzende

•           Claudius Wyczynski, stv. Vorsitzender (Kita Cochem-Stadt)

•           Nadine Fresia, Schriftführerin (Kita Lutzerath)

•           Mario Manderscheid, Öffentlichkeitsarbeit (Kita Faid)

•           Jenny Krämer, Beisitzerin (Kita Lutzerath)

•           Sarah Hennen, Beisitzerin (Kita Kaisersesch)

•           Kristina Mann-Glambedakis, Beisitzerin (Kita Cochem-Stadt)

•           Jessica Simonis, Beisitzerin (Kita Kaifenheim)

Weiterhin wurden als Delegierte für den Landeselternausschuss (LEA) Mario Manderscheid und Jenny Krämer einstimmig gewählt.

Mit der Wahl möchte der neue Vorstand ein Zeichen für engagierte Elternmitwirkung und eine konstruktive Zusammenarbeit mit Trägern, Einrichtungen und Verwaltung setzen. Er kündigte an, den Austausch mit Elternvertretungen und Kitas im Landkreis weiter zu stärken und die Mitwirkung als wertvolle Chance für alle Beteiligten zu begreifen und gezielt zu unterstützen – zum Wohle der Kinder.

Für Anfragen, Anregungen und zur Vernetzung ist der Vorstand des Kreiselternausschusses erreichbar unter: kontakt@kea-coc.de oder www.kea-coc.de

Der Fachbereich Jugend und Familie freut sich auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Kreiselternausschuss und steht diesem gerne beratend und unterstützend zur Seite.gten zu begreifen und gezielt zu unterstützen – zum Wohle der Kinder.

LEA BEGRÜSST TARIFEINIGUNG FÜR DIE KITAS UND FORDERT PERSONALAUSGLEICH

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Der Landeselternausschuss der Kitas in RLP (LEA) hat die Einigung zwischen den Arbeitgebern und den Gewerkschaften im KiTa-Tarifstreit begrüßt. „Es ist eine gute Nachricht, dass die von Corona geschädigten Kinder und Familien keine weiteren Streiktage fürchten müssen“, erklärt LEA-Vorsitzender Andreas Winheller. Der LEA begrüße auch die Aufwertung des Berufs Kita-Fachkraft durch den attraktiven Abschluss als einen wichtigen Baustein gegen den Fachkräftemangel.

Problematisch könne aber die Vereinbarung von bis zu vier zusätzlichen freien Tagen pro Jahr für die Fachkräfte wirken, wenn hier nicht rechtzeitig gegengesteuert werde. „Es darf nicht sein, dass diese Entlastung der Fachkräfte zu größeren Betreuungsausfällen für die Kinder führt. Die öffentlichen Träger sind jetzt verpflichtet, diese freien Tage durch Mehrpersonal voll auszugleichen – sei es mit zusätzlichen Stellen in den Kitas oder Vertretungspools.“, so LEA-Vorsitzender Winheller.

Da in den rheinland-pfälzischen Kitas eine Mindestpersonalisierung vorgeschrieben sei, würde ohne einen Personalausgleich für die freien Tage eine zusätzliche Schließung der Kita oder Betreuungskürzung drohen durch den sogenannten „Maßnahmenplan“. „Wenn die Arbeitgeber ihren Fachkräften frei geben, ist das ok. Dann müssen sie für diese Zeit aber Zusatzpersonal bereitstellen, sonst zahlen unsere Kinder die Zeche – und das geht gar nicht“, bekräftigt LEA-Vorsitzender Winheller die Position der gesetzlichen Vertretung der KiTa Eltern in Rheinland-Pfalz. Sonst werde auch die Arbeitsverdichtung die Entlastungswirkung für die Fachkräfte wieder aufheben.

LEA KRITISIERT „BESTRAFUNGS-STREIKS“ GEGEN DIE KITA-ELTERN

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Der Landeselternausschuss der Kitas in RLP (LEA) fordert Verdi Rheinland-Pfalz auf, das Streikrecht in den Kitas nicht zu missbrauchen und sich der eigenen Verantwortung für das Kindeswohl bewusst zu werden. „Die aggressive derzeitige Streikwelle in den Kitas, die den von Corona getroffenen Kindern und ihren Familien weiteren schweren Schaden zufügt, ist zum guten Teil eine Bestrafungsaktion gegen die Eltern und die Corona-Politik. Die Tarifrunde wird hier für politische Streiks missbraucht“, kritisiert LEA-Vorsitzender Andreas Winheller.

So hat der zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretär Volker Euskirchen in internen Mails die Motivation für den Streik explizit mit der Verärgerung der Fachkräfte über die Corona-Politik begründet. Dort heißt es als Fazit nach einer langen Abrechnung mit den angeblich
unzureichenden Corona-Maßnahmen wörtlich: „Viele Erzieher*innen sind auch wegen Corona wütend, sie organisieren sich und sie wollen sich […] auf der Straße zeigen.“ Dieses Motiv zeigt sich auch in einer Aussage, die Volker Euskirchen in einem heute in der Mainzer Allgemeinen Zeitung veröffentlichten Interview trifft: „Die Eltern, die Regeltestungen verhindert haben, dürfen jetzt nicht über vier Schließtage wegen Warnstreiks jammern.“ Damit verknüpft Verdi jetzt die Corona-Politik, die in RLP sachgerecht und aufgrund von Expertenpositionen im Interesse des Kindeswohls gestaltet wurde, mit der Ansetzung von Streiks – ein beispielloser Vorgang. Dass das scharfe Schwert der Kita-Streiks, das für Kinder und Familien nach der Corona-Zeit unheimlich belastend wirkt, für politische Straf- und Frustaktionen missbraucht wird, ist für den Landeselternausschuss Rheinland-Pfalz schlicht unverantwortlich.

„Eltern stehen hinter den Fachkräften, wenn es um eine faire Bezahlung und gute Rahmenbedingungen in den Kitas geht. Und sie haben in der Vergangenheit mehrheitlich auch notwendige Streiks immer mitgetragen. Umso mehr müssen sie sich betrogen fühlen, wenn Verdi jetzt exzessiv streikt, um damit Mitgliedergewinnung und Mitgliedermotivation in anderen Politikbereichen zu fördern. Der LEA RLP ruft beide Tarifparteien auf, konstruktiv zu verhandeln und auf die übliche Eskalation und Tariffolklore zu verzichten. Wer in der derzeitigen verzweifelten Lage vieler Familien und angesichts der bereits eingetretenen psychischen Beeinträchtigungen vieler Kita-Kinder jetzt die notwendige Betreuungssicherheit ohne Not gefährdet, zündelt in einer Pulverkammer. Es ist daher auch an Verdi, rhetorisch abzurüsten und zu einer verantwortungsvollen und lösungsorientierten Tarifstrategie zurückzufinden“, fasst LEA-Sprecher Winheller die Erwartungen der rheinland-pfälzischen Kita-Eltern zusammen.

LEA FORDERT SONDER-GIPFEL „GEMEINSAM GEGEN DEN FACHKRÄFTEMANGEL“

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Der Landeselternausschuss der Kitas in RLP (LEA) fordert die Landesregierung auf, unverzüglich einen Sondergipfel der Kita-Fachverbände einzuberufen, um eine Strategie gegen den sich immer weiter verschärfenden Fachkräftemangel in den Kitas zu entwickeln. „Die Situation ist dramatisch und sie wird von Tag zu Tag schlimmer. Wenn wir jetzt nicht schnell handeln, bahnt sich eine Betreuungskatastrophe an“, so LEA-Vorsitzender Andreas Winheller nach der Delegiertenversammlung des LEA Ende letzter Woche.

Am Donnerstag, den 28. April 2022 haben die über 50 Delegierten der Kreis- und Stadtelternausschüsse einstimmig das Positionspapier „Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel“ beschlossen. In diesem Papier wird die dramatische Lage offen und ehrlich beschrieben und ein Konzept für eine Lösungsstrategie dargestellt.

„Wir sind an einem Punkt, an dem es keine einfache gute Lösung mehr gibt. Wir alle müssen Kompromisse machen und viele Bausteine zusammenfügen, wenn wir die sich anbahnende Betreuungskrise noch verhindern wollen“, fasst LEA-Vorsitzender Winheller die Ergebnisse der Sitzung zusammen. Schon heute seien in vielen Jugendamtsbezirken hunderte dringend benötigte Plätze nicht zu besetzen, Betreuungsstunden würden gekürzt, vereinbarte Betreuungszeiten könnten nicht zuverlässig geleistet werden, weil an allen Ecken und Enden Fachkräfte fehlten.

Ein Lösungskonzept müsse daher einerseits mittelfristig den Beruf der Kita-Fachkraft attraktiver gestalten und die Ausbildungskapazitäten erhöhen und bedarfsgerecht gestalten. Andererseits seien für einige Jahre auch Übergangsregelungen erforderlich.

„Wir müssen die harte Tatsache akzeptieren, dass wir für eine Übergangszeit fachfremdes Personal in den Kitas beschäftigen müssen“, so LEA-Vorsitzender Winheller. „Umso wichtiger, dass wir gute Regelungen für die Anleitung und die Qualifizierung dieser Quereinsteiger finden – und dass wir Anreizsysteme schaffen, die Qualitäts-Dumping nicht attraktiv machen.“

„Denn eines ist für uns Eltern klar: Eine Absenkung der Betreuungsqualität in der frühkindlichen Bildung darf kein Dauerzustand sein. Da stehen wir felsenfest an der Seite der Fachkräfte und ihrer Verbände“, bekräftigt LEA-Vorsitzender Winheller die Bedeutung einer qualifizierten Arbeit in den Kitas.

Der LEA begrüßt, dass Vertreterinnen des Bildungsministeriums im Auftrag von Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig auf der Delegiertenversammlung ihre Unterstützung für einen Kita-Gipfel zum Thema Fachkräftemangel signalisiert hatten und dabei auch deutlich wurde, dass das Ministerium bereits an dem Thema arbeitet und in vielen Dingen auch in ähnliche Richtung denkt wie der LEA. So erklärte die zuständige Abteilungsleiterin Barbara Reinert-Benedyczuk explizit, dass die Landesregierung keinerlei Interesse an einer dauerhaften Absenkung der Qualifikationsniveaus im Kita-Bereich habe.